Die einzelnen Webseiten lassen sich mit Accesskey-Tastaturkombinationen aufrufen:
0 Startseite;
1 Geschichte und Hintergrund des Brauches;
2 erlaubter Zeitraum;
3 Beschreibung Geissel und Geisselknall;
4 Regeln für Chlöpfer und Anwohner;
5 Agenda mit Veranstaltungen und Kursen;
6 Fotogalerie und Video;
7 Links zum Thema;
8 Medienberichte und Meinungsaustausch;
9 Impressum;
Beginn Inhalt:
Geschichte
Einleitung
In der Zeit von November bis Dezember werden in der
Region Lenzburg bei einbrechender Dunkelheit die Chlausgeisseln geschwungen. Durch das Chlauschlöpfen soll der
Samichlaus in seiner Höhle geweckt werden. Weil dies etwas länger dauert, besucht er die Kinder im Bezirk Lenzburg nicht am 6. Dezember, sondern am
zweiten Donnerstag im Dezember. Beim Eindunkeln zeigt sich der Samichlaus mit dem Schmutzli

und seinen Eseln in der Stadt. Er beschenkt die braven Kinder mit Nüssen, Mandarinen und Lebkuchen, die unartigen erhalten eine Rute.
Der
Lenzburger Chlausmärt wird jedes Jahr am zweiten Donnerstag im Dezember in der Altstadt durchgeführt. An diesem Tag erreicht das Chlauschlöpfen seinen Höhepunkt. Schon früh morgens werden die Bewohner des Städtchens und der näheren Umgebung durch Geisselknallen aus dem Schlaf geholt.
Am Abend des Chlausmärts werden in der Region weitere Bräuche aufrechterhalten. So findet in
Hallwil das Chlausjagen statt. Hier werden die Kinder nicht vom Samichlaus beschenkt, sondern von sechs maskierten Figuren (Chlausen). Diese werden beim Rundgang durch das Dorf von den Chlauschlöpfern lautstark unterstützt.
Fotos vom Chlausjagen
Ähnlich überbringen in
Niederlenz die "Schwarzen und Weissen" die Geschenke an die Kinder. Auch sie werden durch die besten Chlauschlöpfer begleitet.
Das Geisselklöpfen ist in weiteren Teilen der Schweiz, Deutschland und Österreich verbreitet. Zu verschiedenen Anlässen hört man das Knallen zum Beispiel in
Küssnacht am Rigi, Balsthal und Kriegstetten.
geschichtlicher Hintergrund
Unsere Vorfahren glaubten, dass sich zur Zeit der Wintersonnenwende das Totenreich öffne. Die Seelen der Verstorbenen traten an den Tag und verfolgten die noch lebenden Menschen auf Schritt und Tritt. Durch das
ohrenbetäubende Knallen mit den Chlausgeisseln sollen nach vorchristlichem Glauben die
bösen Wintergeister und Dämonen vertrieben werden.
Lenzburger Chlaus-Sage
Eine alte Lenzburger Sage berichtet:

"Es war einmal vor ewigen Zeiten, als der Samichlaus seine Wohnung tief im Goffersberg bei Lenzburg hatte. Wie jedes Jahr an seinem Namenstag stieg der alte Chlaus beim Eindunkeln die vielen Stufen des "Himmelleiterlis" hinunter in die Stadt. Zweck seines jährlichen Ausfluges war es, die Leute im Städtchen zu besuchen und sie mit Ratschlägen und kleinen Geschenken glücklich zu machen.
Eines Jahres streuten aber böse Buben Erbsen auf die Treppe, welche zur Chlauswohnung führte. Als der Samichlaus in die Stadt hinuntersteigen wollte, rutschte er aus, kollerte die Treppe hinunter und tat sich an allen Gliedern weh. Doch dies war noch nicht alles. Im Städtchen wimmelte es von Buben in Chlausmänteln. Sie zogen von Haus zu Haus und verspotteten den alten Mann.
Nun war es mit der Herrlichkeit vorbei. Der alte Samichlaus zog sich in seine Wohnung zurück. Donnernd schlug er die Türe hinter sich zu, wodurch der Eingang verschüttet wurde. Den Kindern tat der Streich leid und als im darauf folgenden Jahr kein Chlaus erschien, beschlossen sie mit langen Peitschen Lärm zu machen. Der beleidigte Samichlaus sollte dadurch geweckt und dazu animiert werden, die Leute wieder zu besuchen. Bis zum heutigen Tage wurde der Chlaus nicht mehr gesehen. Deshalb führen wir die Tradition des Chlauschlöpfens auch dieses Jahr weiter."
Chronik: Austragungsorte Regionaler Wettkampf
Das Chlauschlöpfen ist in der Region schon seit vielen Jahren bekannt und in vielen Gemeinden werden Wettkämpfe ausgetragen. Seit mehr als 20 Jahren wird auch jährlich ein Regionaler Wettkampf durchgeführt.
Ranglisten vergangener Wettkämpfe
Geplante Austragungsorte
21. 2012 Auenstein/Rupperswil
22. 2013 Othmarsingen
23. 2014 Niederlenz (50 Jahre Chlauschlöpf-Wettbewerb Niederlenz)
24. 2015 Schafisheim
25. 2016 Möriken
Ehemalige Austragungsorte
20. 2011 Staufen
19. 2010 Egliswil
18. 2009 Hallwil
17. 2008 Hendschiken / Dintikon
16. 2007 Hausen
15. 2006 Ammerswil
14. 2005 Seengen
13. 2004 Seon
12. 2003 Hunzenschwil
11. 2002 Lenzburg
10. 2001 Schafisheim
9. 2000 Möriken
8. 1999 Rupperswil
7. 1998 Othmarsingen
6. 1997 Staufen
5. 1996 Hendschiken
4. 1995 Niederlenz
3. 1994 Ammerswil
2. 1993 Niederlenz
1. 1992 Schafisheim
Ende Inhalt.
Quelle: http://www.chlauschloepfe.ch/geschichte.html